Zeichenmaterialien, Farben und Papier
Du fühlst Dich inspiriert und hast Lust bekommen selbst zu zeichnen oder zu malen? Super, dann mal los.
Im Prinzip benötigst Du nicht viel mehr als Papier und Stifte. Eben das, was Dir gerade in die Hände fällt. Wenn ich spontan Lust bekomme, etwas zu zeichnen, dann reicht meist wirklich auch dass, was gerade greifbar ist. Ein Kugelschreiber und ein Bierdeckel tun es eben auch.
Wenn Du schon konkreter werden möchtest, kann ich Dir ein paar Produkte und Dinge empfehlen, die ich selbst nutze und die meiner Ansicht nach gut funktionieren und Freude machen.
Ich zeichne seit vielen Jahren sehr gerne mit Tuschefeder und Tusche. Warum? Ich mag sehr, dass sich Tusche nicht korrigieren lässt. Zudem hat eine Tuschezeichnung immer einen ganz eigenen Charakter und der Strich eine besondere Anmutung. Zeichentusche ist meist wasserfest, so kann die Zeichnung wunderbar mit Aquarell-, Wasserfarbe oder Gouache koloriert werden, ohne zu verlaufen.
Zeichen- und Ausziehtusche
Ich verwende gern Zeichentuche von ROHRER & KLINGER. Es gibt eine Menge an Farben und Varianten. Schwarz ist mein Favorit. Ausziehtusche hat einen hohen Schellack Anteil und wirkt dadurch sehr deckend und tiefschwarz.
Zeichenfeder - feine Zeichenfedern für feine Linien
Da ich persönlich feine Linien und Punkte bevorzuge, verwende ich entsprechend feine Zeichenfedern. Ich kaufe diese meist im Künstlerbedarf meines Vertrauens der TUBE in Düsseldorf. Die von mir bevorzugte Feder zeichnet sich durch eine sehr feine Spitze aus, die viel Gestaltungsspielraum und sehr feine Linien zulässt.
Papier - Hahnemühle
Die Verwendung von geeignetem Papier entscheidet wesentlich darüber, ob das Zeichnen Spaß macht oder Frust erzeugt. Wer erinnert sich nicht an die Wasserfarbbilder, die wir in Kindergarten und Grundschule auf unserm lustigen DIN A3 Mal und Zeichenblock von Pelikan malen wollten. Und an die Enttäuschung, wenn es irgendwie nicht so wurde, wie wir es uns vorgestellt haben. Das Papier wellte sich schon beim ersten Farbauftrag mit Wasser und Pinsel und nach dem Trocknen hatten wir ein komisches unschönes Etwas in Händen das sich Oma und Opa dann in blinder Liebe zu Ihrem Enkelkind an den Küchenschrank gehängt haben.
Aquarellpapier
Je nachdem was man zeichnen oder malen möchte, verwendet man auch entsprechendes Papier - Aquarellpapiere zum Beispiel sind häufig recht dick und rundum, fest im Zeichenblock verleimt. So bliebt das Papier auch stabil und in Form, wenn es nass wird. Nach dem Trocknen löst man den Bogen dann vorsichtig aus dem Block heraus und hat ein fast glattes, schönes Kunstwerk in der Hand. Aquarellpapiere haben zudem eine tolle Oberfläche und Haptik.
Es gibt auch hier zahlreiche Varianten. Ich verwende gern Hahnemühle Echt-Bütten-Aquarell, 200 g/m², matt. Es gibt dieses Papier in verschiedenen Größen. Schau am Besten mal im Künstlerbedarf vorbei und lasst Euch beraten. Es lohnt sich, einmal verschiedene Papier auszuprobieren um das richtige Zeichenpapier für sich zu finden.
Ein Hinweis an dieser Stelle: Aquarellpapier ist durch die grobe Oberfläche nicht so gut für die Arbeit mit feinen Tuschefedern geeignet. Die Feder leidet ein bisschen unter der Struktur und muss häufiger ersetzt werden.
Farben
Oft werde ich gefragt, was für Farben ich benutze. Ich verwende verschiedene Farben. Zum Teil Aquarellfarben von Schmincke, zum Teil einen einfachen Farbkasten: Pelikan Studien-Aquarellfarbkasten. Ich persönlich empfehle gern den Farbkasten von Pelikan, er ist im Verhältnis sehr preiswert und liefert eine gute Bandbreite an Farben.
Es gibt viele tolle Hersteller und noch viel mehr Papiersorten. Diese alle aufzuführen wäre an dieser Stelle etwas zu viel des Guten. Schaut einfach mal in einem Fachgeschäft vorbei und lasst Euch beraten. Diese kurze Auflistung an Materialien beschreibt nur meine aktuellen Lieblingsprodukte und ist dementsprechend weder vollständig noch hat sie Anspruch auf Richtigkeit. :-)